Digitale Geisterfahrer sind eine Gefahr für alle
(ac) Immer mehr Internetnutzer verlassen sich auf Sicherheitstools, wenn sie im Netz unterwegs sind. Die wenigsten jedoch wissen, wie sie sich wirksam vor Angriffen wie Phishing, Identitätsdiebstahl und Betrugsversuchen schützen können. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Microsoft unter 11.000 Anwendern zum Safer Internet Day (SID), einer Initiative der Europäischen Kommission zur Sensibilisierung für das Thema Internetsicherheit. Betrüger und Diebe haben sich schon immer beliebte Terrains ausgesucht: Großveranstaltungen, belebte Fußgängerzonen, Menschenansammlungen sind bevorzugte Ziele. So auch im Internet. Wo was los ist, wird geschummelt, betrogen und abkassiert. Immer mehr Verbraucher verwenden deshalb Sicherheitstools, wenn sie im Internet surfen. Die MCSI-Umfrage belegt, dass Internetnutzer vermehrt Maßnahmen ergreifen, um ihren Computer technisch gegen die Gefahren aufzurüsten. 85% der Befragten haben Software gegen Viren, Malware und Spyware installiert. Da Internetbetrüger jedoch immer raffiniertere Methoden anwenden und ihre Angriffe verstärkt in den sozialen Bereich verlagern, sind zu viele Verbraucher anfällig für Gefahren aus dem Netz.
Aufklärung über Internetbenutzung heute wichtiger denn je
„Internetbetrüger werden immer hinterhältiger“, weiß Stefan Schumacher, Direktor des Magdeburger Instituts für Sicherheitsforschung. „Die Microsoft-Studie zeigt, dass Internetnutzer sich besser vor Internetbetrügern schützen müssen. Sichere Passwörter, Software-Updates und Antivirensoftware sind nur augenscheinliche Vorkehrungen, die neuen Gefahren im Netz lauern auf sozialer Ebene: Stichwort Identitätsdiebstahl über sogenanntes Phishing und Social Engineering. Daher ist die Aufklärung der Internetnutzer über ihr eigenes Onlineverhalten heute wichtiger denn je.“ Lediglich die Hälfte der User ändert die Privatsphäreeinstellungen in sozialen Netzwerken, um einzugrenzen, welche Informationen öffentlich sichtbar sind. Nur 29% der Befragten verwenden Phishing- und Browser-Filter, um sich vor entsprechenden Attacken zu schützen.
Sensibilisierung sollte neues Ziel der Wirtschaft sein
„Das Web ist wie Straßenverkehr“, sagt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH. „Der Staat macht die Gesetze und baut die Straßen, die Industrie erfindet Rückspiegel, Sicherheitsgurte und Airbags, aber am Ende sitzt immer noch ein Mensch am Steuer. Für uns bedeutet Corporate Technical Responsibility (CTR) nicht nur Technologie und Prozesse auf höchstem Sicherheitsniveau, sondern auch Transparenz und Aufklärung der Anwender. Sensibilisierung der Nutzer muss das neue Ziel der Wirtschaft sein.“ Um das Bewusstsein für Datenschutz und Internetsicherheit im familiären Umfeld zu stärken, beteiligen sich auch Microsoft-Mitarbeiter ehrenamtlich an den Aktivitäten zum Safer Internet Day.




